Von 7. bis 10.
März war ich in England, um meine Freunden Ben und Joni zu besuchen! Nach 10
Stunden von Reisen erreichte ich um 13 Uhr endlich Gloucester Green Busbahnhof
in Oxford. Ben, ein Freund von meiner Kindheit, traf mich dort und wir gingen zusammen
nach The Alternative Tuck Shop, ein Sandwich Laden, um Mittagessen zu kaufen. In
der Bibliothek neben St. Catherines College (Catz), das College Bens, holten
wir alles nach, als wir unsere Hähnchen Sandwichs aßen. Ich war sehr froh
meinen guten Freund zum ersten Mal in sechs Monaten zu sehen! Bevor ich nach
Deutschland flog, wollte ich ihn eigentlich im September besuchen, aber das
klappte nicht, weil ich lange Wochen für eine Umzugsfirma arbeiten musste. Mindestens
war ich froh, dass ich diese Chance Ben zu besuchen hatte. Nach dem Mittagessen
musste Ben nach seinem Kurs eilen und ich machte ein Schläfchen in seinem
Zimmer. Als Ben zurückkehrte, gab er mir eine Tour von dem Campus. Mit über 20,000
Student/innen und 38 Colleges ist Oxford ziemlich groß. Wir verbrachten die
meisten Zeit in Magdalen College, das weltberühmt nicht durch seinen
akademischen Ruf wurde, sondern die Harry Potter Filme. Aber natürlich! Ich sah
den Ritterhall, in dem die Hogwarts Student/innen Mahle essen. Die Treppe,
woher die Ersti Zauberer warten mussten. Und nicht zuletzt die Quidditch
Trainingfelder, die direkt neben dem Ritterhall sind. Ich kann mich nur
vorstellen, dass alle die Magdalen Student/innen alle die Touristen lieben. Nach so viel Laufen waren Ben
und ich durstig, so natürlich suchten wir für ein Pub. Zuerst zeigte Ben mir
The Eagle and Child auf, wo JRR Tolkien und CS Lewis oft kamen. Aber Ben
empfahl The White Horse, das auch berühmt ist und leckere günstige Ale hat. Dort
quatschten wir bis 18 Uhr oder so, wann wir abfuhr, um eine Frage und Antwort
Sitzung mit Hatem Seif El Nasr, dem ägyptischen Botschafter nach Großbritannien.
Es war sehr interessant seine Perspektive über die neue Regierung im Ägypten
und dem veränderlichen Nahost zu hören. Der nächste Teil meiner Reise gefiel
mir sehr. Ben und ich kauften Döner von Hassans, ein beliebter Essenwagen, und
liefen zurück nach Catz, um das Fußballspiel zwischen Barcelona und Bayer Leverkusen
zu sehen. Nie vorher in der Geschichte der Champions League schoss ein Spieler
fünf Toren, aber das schaffte Messi diesem Abend. Unglaublich! Besonders weil
Bayer Leverkusen keine schlechte Mannschaft ist. Über die Reste der Nacht
spielte ich Billarde mit Ben und seinen Freunden und wir schauten einen Film
an.
Am Donnerstag
musste Ben arbeiten, so ich hatte die Chance Oxford selbstständig zu erkunden. Zuerst
verbrachte ich fast drei Stunden in dem Naturhistorischen Museum. Als
Bio-Hauptfach Student fand ich alles faszinierend, aber besonders die
Ausstellung über die Evolution. Man könnte die Entwicklung des Genus Homo sehr gut bis Homo
sapiens sehen. Im Moment ist mein Lieblingsvorfahre Homo heidelbergensis, weil ich ein Praktikum diesem Sommer in
Heidelberg machen werde! Im Moment kenne ich alle die Einzelheiten nicht, aber
ich arbeite auf jeden Fall mit einer deutschen PhD Studentin auf dem Projekt: „developing a decision support system for minimally
invasive surgery with a special focus on the retroperitoneum“. Tut mir leid,
ich habe keine Lust diesen Titel zu übersetzen J. Etwas,
das mir auch froh machte, war eine kurze Beschreibung über das Leben Charles
Darwins. Wenn man ein Austauschstudent ist, geht die Zeit manchmal sehr
langsam. Zehn Monate können wirklich wie eine Ewigkeit fühlen. Aber alles ist
in der Perspektiv. Als er nur 22 Jahre alt war, fing Darwin seine Reise rund
der Welt auf dem HMS Beagle. Er war nicht wieder in England bis er 27 war! Fünf
Jahre später! Ich denke, dass ich für die meisten Leute meines Alters spreche,
wenn ich sage, dass ich im Moment überhaupt keine Interesse, eine Reise so lang
weg von meinem Land zu machen. Auch gab es kein Skype für Darwin! Ich glaube
schon, dass der modernen Weltreisende bestimmt verzogen im Vergleich zu Darwin
ist. Aber was ich eigentlich einfach sagen will, ist, dass jetzt denke ich,
dass zehn Monate im Europa wirklich nicht so lang ist.
Nach dem naturhistorischen Museum besuchte
ich dem Pitt Rivers Anthropologie Museum. Ich dachte, hey, hier ist der
perfekte Übergang! Die Menschen entwickelten sich über Milliarden Jahren. Was
machten wir in den letzten tausenden Jahren? Doch persönlich fand ich das
Museum sehr langweilig. Hier war eine große Kollektion von Sachen, die niemand
mehr braucht. Anthropologie ist auf jeden Fall wichtig, aber es interessiert
mich einfach nicht. Und auf einem ganzen Stock gab es nur Waffen. Waffen aus
jeder Ecke der Welt. Das war doch deprimierend. Nach tausenden Jahren
Zivilisation suchen wir immer noch für die Lösungen für die Armut, Krankheit
und Ungleichheit. Aber wir wussten immer wie man andere Menschen tötet. Ja, es
gibt unglaublich verschiedene Methoden, um andere Menschen zu töten. Schade! Das
History of Science Museum war nicht als deprimierend, aber auch langweilig. Es
gab zwei Kirchen in der Nähe, St. Michaels Kirche und St. Marys Kirche, aber
keiner von beiden waren besonders schön. Zu meiner Überraschung würde Botanik
meine Stimmung verbessern! Ich fand den botanischen Garten wirklich schön,
sogar vor alles ausblüht! Es war cool durch den Garten zu laufen und
verschiedene Sachen aus meinem Botanik Kurs zu erinnern. Mein Lieblingsort war
eine Gegend mit Pflanzen, die wesentlich für moderne Medizin sind. Es gab
Hülsenfrüchter, die wichtig für die Entwicklung Blutgruppe- Identifizierung
waren. Meerträubel, die in Erkältungsmittel benutzt wurde. Und sogar gelbe
Narzisse, die für Alzheimers Drogen benutzt wurde. Also doch gibt es Hoffnung
für die Menschheit!
Neuer
Absatz! Machen Sie keine Sorgen mein Leser, nicht super
viel übrig. Donnerstagabend hatte ich Abendessen zum ersten Mal in einem Oxford
Speisesaal. Der Speisesaal St Catz ist eine moderne Version, des Ritterhalls in
Magdalen. Lange Tischen von Holz, bequeme Beleuchtung und jede Menge von
Silberware. Wenn der Meister (ja, für jedes College gibts ein Meister) und seine Kollegen den Saal
eintreten, müssen alle die Student/innen stehen und ruhig bleiben. Nicht bis er sagt Benedictus benedicat (May the
Blessed One give a blessing) können alle essen. Und niemand kann eigentlich essen, bis Studentkellner und Kellnerinnen die
Suppe der Nacht bringt. Dann kommt die Hauptspeise und am Ende Nachtisch. So
isst mein Freund Ben Montag bis Freitag. Nicht schlecht! Nach dem Abendessen
hatte ich ein zweites Abendessen mit meiner Middlebury Freundin Wenbo in der
Stadt. Okay, nicht wirklich Abendessen, Zwiebelscheiben bei McDonalds, aber wir
holten alles nach bis Mitternacht oder so. Dann begleite ich Ben und seine
Freunden nach einem Club und das machte Spaß. Natürlich schlief ich am Freitag
aus.
Ich machte auch
interessante Sachen am Freitag (Ich hoffe, dass Sie meine Post interessant
finden!), aber wegen der Zeit erzähle ich jetzt über Samstag und London! Samstagmorgen
fuhr ich mit dem Oxford Tube Bus nach London mit Wenbo, weil sie nach dem Stadt
auch gehen musste. Es war gut mit ihr weiter zu reden und quatschen. Als ich
Victoria Busbahnhof erreichte war es schon 12 Uhr. Ich hatte nur fünf Stunden
bis mein Bus nach London-Stansted Flughafen. Deshalb ging ich sofort nach
Buckingham Palace, um meine Besichtigung anzufangen. Ich lief auch durch St. James’
Park und sah Westminster Abbey. Beide waren sehr schön. Dann bekam ich den Ruf,
den ich erwartete. Joni, mein deutsche Austauschpartner von High School rief
mich an! Ich fummelte mit meiner Karte, um genau zu finden, wo ich war. Er
sagte, dass wir einfach unten Big Ben in zwanzig Minuten treffen soll. Ich
beeilte mich, Big Ben zu erreichen und dort bekam ich ein SMS von Joni. Ich
sollte nach einem grünen Fahrrad, silbernen Schutzhelm und schwarzer Jacke
Anschau halten. Zehn Minuten später schoss ich ein Foto von einem nahenden Mann
auf einem grünen Fahrrad in der Distanz. Joni und ich umarmten uns und
begrüßten einander. Ein Teil von mir wollte auf Deutsch mit ihm sprechen, aber
wir waren in England, so ich hatte kein Problem mit ihm auf Englisch zu reden. Aber
wenn wir uns in Deutschland sehen, dann sollen wir bestimmt auf Deutsch reden. Joni
und ich gingen quer der Westminster Brücke und dann Nord entlang der Themse. Die
Durchreise war langsam, weil es so viele Touristen und Londoner gab, aber das
war okay bei mir. Das Wetter war warm und sonnig und ich war mit Joni, der ich
nicht für vier Jahre sah. Es war schön mit ihm alles nachzuholen. Nach dem
London Eye erreichten wir die Millennium Brücke (die Brücke, die in Harry
Potter zerstört wurde). Dort schoss ein netter Mann ein Foto von Joni und ich,
mit St. Pauls Dom in dem Hintergrund. Dann besuchten wir die Tempel Kirche,
eine Kirche, die in dem 12. Jahrhundert gebaut wurde. Es war sehr schön hier,
weil alles sehr leise war und die Natur bestand. Nächste gingen wir zurück in
dem hektischen Treiben von London und sahen die Royal Courts of Justice und dem
Campus von London School of Economics, wo Joni jetzt studiert. Ich bin sehr
neidig, dass er bei dieser berühmte Schule studiert und allerdings in dem
Zentrum von London wohnt! Gar nicht schlecht! Schließlich fanden Joni und ich
ein Subway, um Abendessen zu haben und dann musste ich sofort die Tube zurück
nach Victoria benutzen. Es wäre schön mehr Zeit mit Joni in London zu
verbringen, aber ich bin froh, dass wir einfach einander wiedersehen könnten. Und
ich glaube schon, dass wir uns höchstwahrscheinlich wieder in Deutschland sehen
werden! Danke fürs Lesen und bis nächstes Mal!