Friday, January 20, 2012

WG IN BERLIN GESUCHT (und andere Nachricht)


Zuerst und am wichtigsten suche ich jetzt für ein WG-Zimmer in Berlin.  Unten meine Anzeige von wg-gesucht.de:

Hallo! Ich heiße Jonathan, bin 20 und amerikanischer Austauschstudent. Während Aprils mache ich ein Praktikum bei der Charité. Irgendwann in Mai werde ich irgendwo anders im Deutschland umziehen, aber das hängt an dem Anfangsdatum eines Sommerpraktikums an. Deshalb suche ich für ein WG Zimmer zur Zwischenmiete von mitte-März bis mindestens mitte-Mai in Berlin.

Ein bisschen über mich. Jetzt studiere ich Biologie und Deutsch an JoGU in Mainz. Ich wollte länger in Deutschland bleiben, so ich belege keine Kurse im Frühling. Ich finde Essen, Trinken und Gespräche die drei schönsten Sachen in dem Leben. Auch mag ich Sport und langsam lerne wie man kocht. Ich würde ein Nicht-Zweck-WG den Vorzug geben, aber Zweck-WG ist auch okay.

Ich würde mich sehr über Antworten freuen! 

-Jonathan


Also, wenn Sie Kenntnis von einem freien Zimmer in Berlin haben, bitte sagen Sie mir Bescheid!  Auch würde ich mich sehr über Rat von Menschen, die schon in Berlin wohnten, freuen. 

Letztem Sonntag hatte ich keine Lust in meinem Zimmer zu arbeiten.  Der Tag vorher arbeitete ich für zahllose Stunden auf meine Hausarbeit.  Deshalb probierte ich für meinen Kurs mit meiner Direktorin die Aufgabe „Bummeln“ aus!  (Fotos auf Facebook)  Ich entschied zuerst einfach nach Schillerplatz zu gehen und da mein Mittagessen zu essen.  Zu meiner Überraschung war viel los, obwohl alle Laden geschlossen waren.  Eine Gruppe von fünf Erwachsene standen und sich unterhalten.  Ein Mann schoss ein Foto von dem Fastnachtsbrunnen.  Ein Student setzte sich, um seine Notizen zu lesen.  Ein Mädchen lief vor ihren Eltern, um einen horizontalen metallen Mast als Schwebebalken zu benutzen.  Auch gab es viele Leute, die durch den Platz liefen und ein Bus oder Auto alle paar Minuten. 

Als ich fertig mit meinem Mittagessen war, fing ich an zu erkunden.  Ich lief in Richtung des Römertors, vielleicht könnte ich das finden.  Wenn nicht ist das auch okay, weil ich bummele!  Am Emmerich- Josef Straße sah ich ein Modell von einer Katze oben.  Komisch.  Nächste fand ich die die Kellerwerke von der Mainzer-Achten-Bierbrauerei.  Es wurde in 1859 geöffnet, wow!  In dem Keller gab es nichts so viel zu sehen, so ich ging weiter.  An der Terrassenstraße sah ich ein bisschen Graffiti.  Mein Lieblingsausdruck war „Stop Work Go Surf!“  Wo soll ich in Januar eigentlich in Mainz surfen J?  Oben der Straße könnte man sehr schön Sankt Peter Kirche und die Berge sehen.  Danach fand ich das Römertor.  Ich verpasste die Ruinen fast, weil sie in der Mitte neue Wohnungen sind und unterirdisch!  Doch ging ich den gleichen Weg noch einmal zurück und war so begeistert die Ruinen zu finden!  Es ist erstaunlich, dass sie nach 1500 Jahre noch hier sind!  Es gibt auch in dieser Gegend ein Teil der römischen Stadtmauer, der jetzt inkorporiert in einem neuen Gebäude.  Es ist klar, dass die römische Geschichte sehr wichtig in Mainz ist.  Ich plante jetzt zurück nach dem Hauptbahnhof zu kehren, aber dann sah ich auf meinen Weg zu Augustus- Straße einen schönen Park.  Ich muss diesen Park entdecken!  Als Ergebnis lief ich durch den Park und das war sehr schön.  Doch war ich jetzt ziemlich weit von dem Hauptbahnhof.  Auf den Stadtplan sah ich die Universitätsklinken.  Ich wusste schon, dass die Klinken in Richtung der Uni waren.  Okay, dann laufe ich weiter!  Der Lauf dauerte eine Weile, aber glücklicherweise fand ich noch mehr römische Ruinen.  Ich war so froh, als ich die alte römische Aquädukte sah.  Meine Absicht war eigentlich nicht so viele römische Ruinen zu besuchen.  Das ist einfach was passierte.  Ich jogge gern entlang dieser Weg mit den Aquädukten, so ich wusste, dass ich fast an der Uni war.  Als ich endlich mein Zimmer betritt, war ich wenig müde, aber auf jeden Fall zufrieden mit meiner Erfahrung und entspannt.             

Ich liebe Tai Chi!  Am Mittwoch trat der normale Lehrer, Oliver, das Zimmer bei, aber etwas war anders.  Er trug ein weißes Band auf seinem linken Arm.  Er erzählte uns, dass ein Teilnehmer seiner Kurse entschlief.  (Er unterrichtet viele Kurse glaube ich, ich bin nicht sicher, ob der Teilnehmer in meinem Kurs war.)  Dann las er einen Brief von der Schwester des Teilnehmers.  Der Brief war schön.  Der Teilnehmer hatte eine große Leidenschaft für alle Aspekte von Tai Chi.  Er wollte eines Tages ein Tai Chi Lehrer zu sein.  Da er eine Herzkrankenheit hatte, wusste er, dass er vielleicht nicht viel länger leben würde.  Er wünschte falls er entschlief, dass alle ihre Leben weiter leben.  Er glaubte in einem Leben nach dem Tod und deshalb würde immer mit uns sein.  Nächste sagte Oliver, dass am Anfang des Kurses wir meditieren für den Verstorbenen würden.  Ich und die andere Teilnehmer standen fest mit zwei Händen wenig hochgezogen.  Dann fingen er und der Ersatzlehrer von letzter Woche eine sehr fortgeschrittene Tai Chi Routine gleichzeitig zu machen.  Ich kenne jetzt nur die erste paar Bewegungen, aber bis jeute sah ich nie die ganze Routine.  Es war wirklich das schönste Ding, das ich je in meinem Leben sah.  Die beiden machen jedem Tag diese Routine, aber sie bewegten sich als ob sie diese Routine nie wieder machen würde.  So viel Leidenschaft, aber auch so viele Ruhe.  Yin und Yang.  Ich werde diese Erfahrung nie vergessen.        

Für jetzt ist das alles.  Frohes Chinesisches Neues Jahr!  Danke fürs Lesen und bis nächstes Mal!

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